Mittwoch, 28. September 2016

Plattenschau #5

  • Heater - Flume(beziehungsweise das, was man erahnen kann. 10 Monate vor Veröffentlichung anteasern – Flume weiß wie man Menschen ärgert.)
  • Cheated - Pascäal  
  • Lang Lebe Der Tod - Casper
  • Chamber Of Reflection - Mac DeMarco 
  • Monday Loop - Tomppabeats 
  • Greeningless - Fil Bo Riva

Freitag, 16. September 2016

Über Feuer und Leere.

Vor einigen Jahren, ich war vielleicht vierzehn, sprachen wir im Religionsunterricht über Hobbies. Ein Gespräch, welches mir bis zum heutigen Tag im Kopf geblieben ist – präsenter als Mitose, Ableitungen und rhetorische Mittel zusammen. Generell habe ich aus besagtem Religionsunterricht sehr viel Brauchbares mitgenommen.Wer, der nicht getreu der Bibel lebt, hätte das von solch einem, pardon, überholten Unterrichtsfach erwartet. In anderen Religionskursen gibt es allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit auch keinen Lehrer (seines Zeichens pensionierter Pfarrer), der Klausuren über "Gran Torino" schreiben lässt und mit einer Horde halbstarker Teenager einen Ausflug in die JVA unternimmt. Man kann sagen, dass dieser Unterricht etwas besonderes war.
Wir sprachen also über Hobbies, der Lehrplan war schon lange vergessen. X erzählte vom Reitunterricht, Y davon, dass sie seit ihrem fünften Lebensjahr Geige spielt. Erfolgreich und ambitioniert.
Beides Attribute, die ich nicht unbedingt zur Beschreibung meiner eigenen Person nutzen würde. Nicht, dass ich nicht erfolgreich bin oder sein kann – auch wenn ich oft das Gefühl habe gänzlich untalentiert zu sein – das glaube ich noch nicht einmal. Was mir fehlt ist Leidenschaft. Das ominöse Feuer, von dem so oft die Rede ist. (ohyeah, wieder mal den Pathos bedient)
Wir sprachen also über Hobbies und wie diese zustande kommen. Wie Hobbies sich zu Leidenschaften weiterentwickelten und es immer noch tun. Darüber, dass Hobbies nicht immer Spaß machen ("oookay?", dachte sich mein vierzehnjähriges Ich) und ob Eltern ihre Kinder zu Hobbies drängen dürfen oder sogar sollten –  um ihr Durchhaltevermögen zu stärken. Und auch Jahre später, obgleich meine Freizeitgestaltung schon lange bevor mich der Staat für volljährig deklarierte, nicht mehr in den Händen meiner Eltern lag, geht mir diese Unterhaltung nicht aus dem Kopf. Die Essenz – nicht der Fakt oder die Frage, was meine Eltern womöglich falsch gemacht haben könnten.
Wieso gab es in meinem Leben nie Hobbies, an denen ich festhielt? War mir nie etwas wichtig genug, um am Ball zu bleiben? Und weshalb bin ich eigentlich die personifizierte Inkonsequenz? Wieso haben alle etwas wofür sie brennen, was ihnen eventuell sogar liegt? Und warum haben jene Menschen, die ebenso wenig Passion aufbringen können wie ich, nicht so ein großes Problem damit? Ist das alles nur Schein? Oder liegt das Problem ganz woanders? Ist das Ganze viel mehr ein Symptom als die Wurzel des Übels? Nur die Spitze des Eisberges.
Alles ist bloß ein halbherziger Versuch. Ein bisschen Herumprobieren dort, ein bisschen Austesten da. Unendliche Vergleiche, Unzufriedenheit, Aufgeben, Leere, Geplänkel im seichten Wasser, maximal eine zweite Chance, dann wieder Leere. Leere, die immer wieder zurückkehrt und mehr belastet als die unerträglichste Fülle. In einer Welt voller selbstkontrollierten und verkrampften Gestalten verliere ich die Kontrolle über mich selbst. Und fahre den Karren nur noch tiefer in den Dreck des Ich-Kosmos. Aus dem ich vermutlich erst rauskomme, wenn ich aufhöre mir selbst und meinem Ego so viel Wichtigkeit zuzuschreiben.

Ändere doch was, es liegt in deiner Hand. Du kannst die Leere eliminieren, sie mit wunderbaren Dingen füllen. Du kannst Dinge erschaffen oder anderen Menschen helfen, glaub mir, das ist so erfüllend! Es liegt an dir, wer du bist, alles eine Sache der Einstellung. Sei die beste Version deiner Selbst. Du musst dir in den Arsch treten. Du musst bloß einmal den Schalter in deinem Kopf umlegen.

Wo ist er denn, der verdammte Schalter?

Mittwoch, 14. September 2016

Plattenschau #4

  • Blood - The Middle East
  • 16 Beat - Metronomy
  • Sunday Morning - Maroon 5
  • Hoops - The Rubens
  • 33 "GOD" - Bon Iver
  • Head Above The Water - Palace
  • Flame (Roosevelt Remix) - Sundara Karma
  • Like Eye Did - Fil Bo Riva

Samstag, 30. April 2016

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Was mich betrifft wohnt diesem Anfang vor allem die Vernachlässigung dieses Blogs inne.
Multitasking war noch nie meine Stärke, also sei mir das gerade noch so verziehen.

Der Anfang. Wie ein riesiges Damoklesschwert schwebte er den kompletten März wartend über mir und erzeugte jede Menge Bauchschmerzen. Vorfreude war ebenfalls noch nie meine Stärke, müsst ihr wissen. Vor jedem bevorstehenden Ereignis - und sei es noch so aufregend und schön - welches mein Leben auch nur ansatzweise nachhaltig verändern könnte, waren wochenlange Übelkeit, Schlaflosigkeit und Kopfzerbrechen meine Begleiter.

Freitag, 25. März 2016

● FLUME ●

Als Konzertgängerin aus Leidenschaft habe ich eine Art musikalische Bucketlist - voll mit Künstlern, die ich unbedingt mindestens einmal live erleben möchte. Diese Top 10 setzt sich, logischerweise, zum größten Teil aus Menschen zusammen, die:
a) Am anderen Ende der Welt leben und Europa, vor allem Deutschland, nur alle Jubeljahre mal die Ehre erweisen
b) Nur auf Festivals spielen, die weit entfernt und meist sehr teuer sind und/oder zu einem unpassenden Zeitpunkt stattfinden
c) Ihre Hochphase hatten als ich sie noch nicht gehört habe
d) deren Konzerte binne eines Wimpernschlages ausverkauft sind
oder e) generell ziemlich inaktiv sind was Liveauftritte angeht. Und sowieso nur einmal in sieben Jahren ein neues Album releasen. Wenn's hochkommt.
Häufig hängen diese Faktoren auch alle zusammen.
Flume, aka. Harley Streten, DJ aus Sydney, spielt in dieser Top 10 ganz oben mit. Spielte!

Dienstag, 15. März 2016

Plattenschau #3

  • Slow Motion - Bombay
  • Darkest Light - Jono McCleery
  • Misread - Kings Of Convenience
  • Back For Good - Take That

Montag, 29. Februar 2016

previously on..."Back in Town/ hallo Sonnenschein"

Obwohl ich Spaß am Schreiben habe fliegen mir die Worte leider nicht immer zu. Zu manchem gibt's auch einfach nicht so viel zu sagen. Manchmal ist's einfach auch schöner Bilder für sich sprechen zu lassen. Deshalb gibt es hier jetzt mehr oder weniger regelmäßig ein paar Bildchen, die zeigen was in meinem Leben gerade so abgeht,was ich getan, gesehen, gelesen oder gemocht habe. Bis mir ein krasserer Name dafür einfällt heißt das Ganze erst mal so wie ich es eben oben betitelt habe, wahrscheinlich bleibt es sowieso bei diesem Namen :D (Nachtrag: wahrscheinlich bleibt es auch bei dem einzigen Post dieser Art).
Viel Spaß und liebe Grüße von dem Hänger, der an Sonntagen aus Prinzip seinen Schlafanzug nicht ablegt. Wobei es ja genau genommen schon Montag ist. Egal, wer bis fünf Uhr morgens wach ist und bis 14 Uhr schläft kann von einem intakten Zeitgefühl eben nur noch träumen.


(1) Man erkennt sehr viel, ich weiß. Aber neben dieser Decke ist mein Gesicht ohnehin irrelevant.
Sie ist von Aldi, graublau (ich war sofort verliebt), unglaublich weich, mit dem besten Weichspüler der Welt gewaschen und seit nunmehr einer Woche mein Zuhause. Zuerst schlich ich tagelang um sie herum, dachte zwanzig Euro, für eine simple Fleecedecke, die kann ich sinnvoller investieren, aber - nein. Wäre ich ein Youtuber und würde Favoritenvideos drehen, dieser Decke würde ich ein Separates widmen. Und das ganz ohne Product Placement.


(2) Karneval in Köln, meine Damen und Herren! Der erste Karneval, den ich (fast) nicht gefeiert habe. Irgendwie traurig. Wobei Konfetti und singende Männer in Tutus auch nüchtern und unverkleidet Freude bereiten.

(3) + (4) Indisch! Selber kochen und andere kochen lassen (weil ich Currys eben doch noch nicht so drauf hab, muss ich leider zugeben).

(5) Ein Vorteil meines Vapianisti-Daseins: Habe dem Risotto angesichts meines knurrenden Magens in der Mittagspause eine zweite Chance gegeben und daraufhin festgestellt das unser kompliziertes, auf Misstrauen basierendes, Verhältnis nur Produkt meiner Kochkünste war.

(7) Schönes Wetter bringt schöne Sonnenuntergänge.
(8) Der erste, wenn auch nur ansatzweise, geglückte Versuch den Sternenhimmel fotografisch festzuhalten. Eigentlich hatte ich mich damit abgefunden, dass ich das ohne krasse Objektive, Stativ und co. nicht schaffe und dass so etwas Magisches vielleicht auch gar nicht festgehalten werden möchte, aber über diese paar Pünktchen habe ich mich dann doch sehr gefreut.

(9) Danke liebes Internet, dass du mich hast diese Entdeckung machen lassen. Mein geheimes inneres Drake-Fangirl hätte gerne so eine Torte zum nächsten Geburtstag.

(10) Auch Tame Impala hat Konfetti mitgebracht.

















© sternschnuppenschnipsel.blogspot.de

Montag, 18. Januar 2016

Witam ponownie! Cześć Kraków.

"Witam ponownie" bedeutet "Willkommen zurück" auf Polnisch. Krakau und ich hatten schon einmal die Ehre miteinander, und zwar im Rahmen der Abschlussfahrt mit meiner Stufe im Oktober 2014. Nun, als ich meine Schwester, die gerade ihr Erasmussemester dort verbringt, besucht habe gab es ein Revival dieser Connaissance. 
(fragt mich nicht wieso ich ein englisches und ein französisches Wort in einen deutschen Satz einbaue, vielleicht versuche ich intuitiv mein Sprachzentrum fresh zu halten, wo ansonsten mein komplettes Gehirn eingerostet ist) 
Mein fünftägiger Krakau-Aufenthalt in a nutshell: Essen, Trinken, Essen, Trinken, piwo,piwo, kalt, kalt. Aber so kurz muss ich es dann ja auch wieder nicht halten.
Ich  habe einen kleinen Einblick ins WG-Leben von Erasmusstudenten bekommen; vieeeel, gut und günstig gegessen; an einer Free Walking International Food Tour teilgenommen und dabei indisches Essen schätzen gelernt. Einen weiteren ranzigen Krakauer Kellerclub mit schlechter Musik und im Gegenzug aber viele hübsche Bars, Lädchen und Cafés besucht. Bin nur mit Strumpfhose unter der Hose und fünf Lagen obenrum vor die Tür gegangen und konnte vor lauter Smog und Nebel die Turmspitze der Marienkirche auf dem Rynek Główny  nicht sehen. Schnee, Schneematsch und eingefrorene Fingespitzen. Ausgefallene Heizungen. Das erste Mal alleine fliegen. Graue Tristesse gegen Sonnenstrahlen im Schnee. Sogar meinen polnischen Wortschatz konnte ich erweitern als ich meine Schwester zum Sprachkurs in die Uni begleitet habe, er fasst jetzt an die 15 Wörter. Einen Satz kann ich zwar nicht bilden, aber was soll's, ich kann die Wochentage! :D 
Sightseeingtechnisch waren wir kaum unterwegs, zum einen weil ich die meisten Sachen schon gesehen hatte, zum anderen weil sich die Motivation bei den Temperaturen viel Zeit draußen zu verbringen in Grenzen hielt. Essen und Trinken sind, wie ich festgestellt habe, jedoch ebenso eine kulturelle Bereicherung!