Donnerstag, 26. November 2015

nicht mit und nicht ohne.

Ich vermisse die Sonntags-Lieblinge. Obwohl ich sie selbst abgeschafft habe, irgendwie grotesk. 
Ich fühle mich von mir selbst unter Druck gesetzt, dabei geht es bloß darum jede Woche fünf beliebige Songs auszusuchen (für die sich wahrscheinlich eh niemand ernsthaft interessiert). Entscheide ich mich dann dagegen - und es ist schon ein Wunder, dass ich es überhaupt schaffe mich für oder gegen irgendetwas zu entscheiden- fehlt es mir doch. Was soll das? Ich sehne mich nach Regelmäßigkeit, Pflichten und Aufgaben, sträube mich in einem Atemzug jedoch dagegen wie eine sturer Esel. Zerbreche mir so lange den Kopf, bis es zu spät ist. Ziehe vor jeder Herausforderung den Schwanz ein, aus ...Angst? Vorm Scheitern? Davor, eine falsche Entscheidung zu treffen? Zeit zu vergeuden? Oder aus Unlust?
Erklär' mir mal jemand meine eigenen Gedankengänge. Ich versteh sie nicht mehr.

Freitag, 20. November 2015

Franzbrötchen, Orientierungslosigkeit & Kirmesaction.(Ⅰ)

Vor nicht allzu langer Zeit verbrachte ich ein Wochenende in Hamburg. Es begann wie folgt: Nach vier Stunden Fahrt und einer Stunde Stau trafen wir in Hamburg ein. Die Stadt empfing uns mit offenen Armen und...Regenwetter! (Schietwetter könnte man auch sagen, aber man muss es ja nicht übertreiben mit dem "Ich bin ein Tourist und benutze den fancy Einheimischenslang, den ich im Reiseführer aufgeschnappt habe- Getue.) Sie muss ihrem Ruf schließlich gerecht werden.
Obwohl meine Augen vom, für mich viel zu frühen Aufstehen, noch immer geschwollen waren, es draußen schon fast dunkel wurde und ein Nickerchen somit wirklich verlockend war, machten wir uns direkt auf den Weg in die Innenstadt.
"Ohne Orientierung"- Episode 1; kein vernünftiger Stadtplan, keine gescheite Internetverbindung, aber jede Menge Hunger. Und da Hunger bekanntlich Beine macht, fanden wir die Haltestelle der S1, welche uns geradewegs zur Pizza Bande auf St.Pauli führte, glücklicherweise schneller als gedacht. Holzvertäfelte Wände, Fritz-Kola, bärtige Pizzabäcker, Wilmersburger "Käse" und Seitanstreifen als Belag. Der Laden ist wirklich der Inbegriff des Hipstertums. Aber (oder vielleicht auch gerade deswegen haha) sehr nice! Fast die Hälfte meiner Pizza noch in der Tasche, rollten wir über die Reeperbahn und kamen schließlich am Hamburger Dom an.
Der Duft von gebrannten Mandeln und Zuckerwatte lag in der Luft, blickende Lichter soweit das Auge reicht und eine Lautstärke von gut 120 Dezibel. Als ich der festen Überzeugung war wir hätten den Dom einmal überquert, hatten wir erst ein Drittel gesehen :D
Der Nachhauseweg - "Ohne Orientierung"- Episode 2 - und die Dunkelheit setzte dem Ganzen noch eins drauf. Wir nannten unser Viertel (Rothenburgsort) liebevoll "Hürth 2.0", was angesichts der Tatsache, dass Hürth ein Vorort Kölns mit Asi-Charme und Industriegebiet ist, doch gar nicht so liebevoll ist. Irgendwie schafften wir es dann aber doch ins Bett und das ist ja die Hauptsache.
Der nächste Tag startete mit einer Hafenrundfahrt - samt Franzbrötchen in der Hand und Sonne im Gesicht. Ein Marmeladenglasmoment wie aus dem Buche.
Danach ging es an der Elbe entlang Richtung Speicherstadt. Während ich über die Wilhelminenbrücke über dem Kehrwiederfleet entlang ging fühlte ich mich fast wie ein Mitglied der Pfefferkörner :D. Das ist wahrscheinlich mein liebster Part am Reisen: Orte abklappern, die man aus Songs, Filmen und Serien kennt.
Gegen Abend war es dann Zeit für "Ohne Orientierung" - Episode 3. 
Es handelt sich um das Nonplusultra der Orientierungslosigkeit, denn ich war alleine untwegs und es war dunkel. Da alle Geschäfte, die all die hippen Blogs im Internet empfohlen hatten, trotz verkaufsoffenem Sonntag geschlossen hatte irrte ich also zweieinhalb Stunden quer durchs Karolinen- und Schanzenviertel und begutachtete die hippen Geschäfte durch ihre Schaufenster. 
Nachdem ich die Zeit erfolgreich totgeschlagen hatte saß ich pünktlich um 20 Uhr 15  auf einem Gartenstuhl im "Grünen Jäger" und schaute zusammen mit einer Menge fremder Menschen den Tatort (in dem Käptn Peng aka. Robert Gwinsdek übrigens sehr überzeugend einen Autisten verkörpert hat). 
12 Stunden darauf saß ich bereits wieder im Auto Richtung Köln, auf dem Schoß mein Vorrat an Franzbrötchen. Meine Devise: Zimt und Zucker für schlechte Zeiten.

Sonntag, 1. November 2015

The Final Sonntags-Lieblinge. (Vol. 50)

- "Gute Menschen" - OK KID
- " Alles Meins" - NMZS
- "Holdin On" - Flume feat. Freddie Gibbs
- "Ein Gedanke" - Gerard
-"Hotline Bling" - Drake    
--> Ja, ich schäme mich ein bisschen  dafür, aber wenn ich es abstreiten würde das Video ca. 17 mal in Dauerschleife geguckt zu haben wäre das gelogen. Wer kann diesen  Dancemoves schon widerstehen?

                             <3